Wann kann man die Baufinanzierung umschulden?

Zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Sollzinsbindung haben Sie die Möglichkeit für Ihr Darlehen neue Finanzierungskonditionen auszuhandeln. Dabei können Sie dies entweder mit der bereits bestehenden Bank tun (prolongieren) oder aber mit einem neuen Kreditinstitut. Der Vorteil der Prolongation beim aktuellen Kreditinstitut besteht darin, dass Sie ohne großen Aufwand und aufwendige Unterlageneinreichung ein Angebot anfordern und bei Gefallen annehmen können. Damit haben Sie schnell und unkompliziert Ihr Darlehen für die nächste Sollzinsbindungsperiode gesichert. Alternativ kann es sich aber auch lohnen,sich über die Angebote anderere Banken zu informieren, welche unter Umständen deutlich günstiger für Sie sein können. Demgegenüber stehen allerdings der aufwendigere Beantragungsprozess, der mit einem Neuantrag vergleichbar ist und die Kosten, die für die Abtretung der Grundschuld von der bisherigen zur neuen Bank anfallen. Je nach Kreditinstitut können Sie eine Umschuldung bereits mehrere Jahre vor Ablauf der Sollzinsbindung in Form eines sogenannten Forward-Darlehens beantragen. Sie können sich also bereits die aktuell niedrige Zinsen im Voraus für die Zukunft sichern, wenn Sie damit rechnen, dass das Zinsniveau in diesem Zeitraum steigen wird. Viele Banken bieten Forward-Zeiträume von bis zu 3 Jahren an, manche sogar bis zu 5 Jahre. Diese Sicherheit müssen Sie jedoch mit einem Zinsaufschlag bezahlen, der auf die dazwischenliegenden Monate berechnet wird und je nach Kreditinstitut unterschiedlich hoch sein kann, von ca. 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte. Einige Kreditgeber verzichten dabei für einen gewissen Zeitraum, z.B. 6 Monate auf den Aufschlag und berechnen ihn erst ab dem 7. Monat.

Alle häufig gestellten Fragen zur Baufinanzierung (FAQ)

Zurück zur vorherigen Seite


Ähnliche Fragen

Wann Baufinanzierung umschulden?
|
Umschuldung der Baufinanzierung?
|